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Studie zeigt: Früchte auf Mehrfruchtsaft-Verpackungen können Verbraucher täuschen

Fruchtabbildungen auf Fruchtsaft
Fruchtabbildungen

Apfelsaft mit nur wenig Fruchtmark oder Fruchtsaft anderer Früchte zu mischen, diese aber groß auf der Verpackung abzubilden, ist eine übliche, für Verbraucher allerdings ärgerliche Praxis. So bewerben Hersteller teure Früchte wie Maracuja oder Himbeeren, obwohl sie hauptsächlich preiswerte Säfte wie Apfelsaft verwenden.

Viele Verbraucher erwarten diese Vorgehensweise nicht. Sie gehen davon aus, dass benannte und abgebildete Früchte die Hauptzutat in einem Mischgetränk darstellen. Das zeigt die repräsentative Verbraucherstudie zum Portal Lebensmittelklarheit.de

Die Teilnehmer sollten ein fiktives Produkt „Fruchtmix Himbeer-Maracuja“ einschätzen. Himbeeren und Maracuja waren im Vordergrund der Abbildungen zu sehen, ein Apfel im Hintergrund.

Die Ergebnisse:

  • 72,8 Prozent der Studienteilnehmer erwarten dass der Saft hauptsächlich aus Himbeer- und Maracujasaft besteht.
  • 38,3 Prozent meinen, dass der Saft zu gleichen Teilen aus Apfel-, Himbeer- und Maracujasaft besteht.
  • Nur 9,4 Prozent erwarten, dass der Saft hauptsächlich aus Apfelsaft hergestellt wird.

Die Studie zeigt, dass Mehrfruchtgetränke einen Großteil der Verbraucher über die Zusammensetzung täuschen, wenn in der Bezeichnung die vorwiegend enthaltene Fruchtart nicht genannt ist und diese auch auf der Abbildung nur im Hintergrund zu sehen ist.

Die Studie „Kennzeichnung und Aufmachung von Lebensmitteln aus Sicht der Verbraucher“ wurde als begleitende Verbraucherforschung zum Internetportal www.lebenmittelklarheit.de der Verbraucherzentralen und des Verbraucherzentrale Bundesverbandes durchgeführt.

Letzte Änderung 
30. Januar 2014