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Erwachsenenlakritz – kein Kinderlakritz

Die Angabe irritiert mich. Was bedeutet sie?

Frage

Ich habe kürzlich Lakritzbären gekauft. Auf der Vorderseite der Verpackung steht die Angabe "Erwachsenenlakritz - Kein Kinderlakritz". Das irritiert mich. Was bedeutet das?

Antwort

Die Angabe „Erwachsenenlakritz – kein Kinderlakritz“ war in Deutschland früher rechtlich vorgeschrieben, wenn das Produkt mehr als zwei Prozent Ammoniumchlorid (Salmiak) enthielt.

Durch die EU-Aromastoffliste-Durchführungsverordnung wurde Ammoniumchlorid in unbegrenzter Menge für die Herstellung für Süßwaren zugelassen. Der oben genannte Hinweis ist seitdem nicht mehr erforderlich.

Allerdings sollte man Lakritz und Salmiakpastillen dennoch nur in Maßen verzehren. Sie enthalten Glycyrrhizinsäure und können – im Übermaß genossen – den Blutdruck erhöhen und zu Wassereinlagerungen führen. Lakritze und Salmiak mit einem erhöhten Glycyrrhizinsäureanteil müssen daher laut EU-Lebensmittelinformationsverordnung folgenden Warnhinweis tragen: „enthält Süßholz – bei hohem Blutdruck sollte ein übermäßiger Verzehr dieses Produktes vermieden werden“.

 

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Letzte Änderung 
14. Juli 2017

Kommentare

Sie schreiben in Ihrer Antwort, Laktitz mit bestimmten Gehalten an Ammoniumchlorid müsse die o. g. Warnhinweise tragen. Können Sie bitte erläutern, aus welchen Gesetzen/Verordnungen sich diese Pflicht ergibt?

Können Sie ebenfalls weitere Angaben zur (fehlenden) Verkehrsfähigkeit bestimmter Lakritzen mit hohen Gehalten an Ammioniumchlorid machen? Nach meinen Erkenntnissen darf dieser Stoff gem. § 3 u. Anlage 5 AromV Lakritz in Mengen bis zu 20.000 mg/kg zugesetzt werden. Vielen Dank!


Vielen Dank für Ihren Hinweis. Wir haben den Sachverhalt nochmals geprüft und korrigiert. Die deutsche Aromenverordnung wird inzwischen von der genannten EU-Verordnung überlagert. Das bedeutet: Es gibt für Süßigkeiten keine Einschränkung mehr in Bezug auf den Gehalt von Ammoniumchlorid.