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„Hausgemacht“

Welche Zutaten dürfen enthalten sein?

Frage

Wenn Lebensmittel oder fertige Speisen in der Gastronomie die Bezeichnung „hausgemacht“, „homemade“ oder „wie hausgemacht“ tragen: Welche genauen Inhaltsstoffe bzw. welche Art der Zubereitung darf dann vom Gastronom/Hersteller überhaupt verwendet werden, um den Verbraucher nicht in die Irre zu führen?

Antwort

Die Angabe „hausgemacht“ ist lebensmittelrechtlich nicht geregelt. Es gilt aber das generelle Täuschungsverbot.

Wenn in der Gastronomie Speisen als hausgemacht angepriesen werden, beispielsweise „hausgemachter Kuchen“ oder „hausgemachte Nudeln“, so sollten diese auch vor Ort hergestellt worden sein. Statt eines zugekauften Kuchens erhalten Sie einen dort hergestellten und gebackenen Kuchen, statt zugekaufter Teigwaren erhalten sie Nudeln, die aus einem selbst hergestellten Teig stammen.

Die Angabe „hausgemacht“ sagt zunächst nichts über die Zutaten aus. Für eine Großküche übliche Herstellungsmethoden und Zutaten sind zu erwarten. Dazu gehören auch Zusatzstoffe. Diese kommen in Großküchen häufig nicht direkt zum Einsatz, sondern gelangen über Zutaten, zum Beispiel Gewürzmischungen oder Fruchtzubereitungen, in die Speisen.

Die Werbung „wie hausgemacht“ lässt dagegen darauf schließen, dass das Lebensmittel nicht hausgemacht ist, sondern zugekauft wurde. Die Angabe kann sich auf großküchentypische Herstellungsverfahren und Zutaten beziehen, gegebenenfalls aber auch auf den Geschmack.

Da für diese Angaben klare Rechtsvorschriften fehlen, muss im Zweifelsfall ein Gerichtsurteil klären, ob eine Irreführung vorliegt oder nicht.

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Letzte Änderung 
29. August 2014