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Kräutermischung mit hohem Zuckergehalt

Woher kommt der Zucker, wenn er nicht in der Zutatenliste steht?

Kräutermischung
© goodween123 - Fotolia.com

Frage

Ich habe ein Produkt gekauft, auf dem steht „7 Kräuter“ und es heißt groß darauf: „würzen statt salzen“. Nun habe ich mir die Kennzeichnung nochmals durchgelesen. In der Nährwertkennzeichnung stehen 31,4g Zucker. Mir ist unklar, wo diese herkommen. In der Zutatenliste steht kein Zucker. Auch Salz steht in der Nährwertkennzeichnung, obwohl es in der Zutatenliste nicht erwähnt ist.

Antwort

Bei der beschriebenen Kennzeichnung ist davon auszugehen, dass der angegebene Zucker ausschließlich aus den verwendeten Kräutern stammt.

Frische Kräuter bestehen zu 80 bis 90 Prozent aus Wasser. Der Rest sind im Wesentlichen Kohlenhydrate, Ballaststoffe und geringe Mengen Eiweiß.

Als Kohlenhydrate sind hauptsächlich Einfach- und Zweifachzucker (Mono- und Disaccharide) enthalten. Bei der Nährwertkennzeichnung werden diese unter dem Begriff „Zucker“ zusammengefasst.

Hier einige Beispiele für den durchschnittlichen Zuckeranteil in Kräutern:

Kräuter

Zuckeranteil

Petersilie:

2 %

Schnittlauch:

2 %

Thymian:

7 %

Oregano:

9 %

Basilikum:

5 %

Wenn Kräuter beim Trocknen Wasser verlieren, konzentrieren sich die Nährstoffe entsprechend, so dass der Zuckeranteil je nach Zusammensetzung der Kräutermischung auf Werte von 20 bis 30 Prozent steigen kann.

Dasselbe gilt für den Salzgehalt. Kräuter enthalten von Natur aus geringe Mengen Salz – je nach Kräuterart zwischen 0,005 und 0,4 Prozent –, die sich beim Trocknen konzentrieren.

Eine „Kräutermischung“ besteht übrigens grundsätzlich nur aus Kräutern, während ähnliche Produkte wie „Gewürzzubereitungen“ oder „Würzmischungen“ auch weitere Zutaten enthalten.

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Letzte Änderung 
1. August 2016