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Rinder-, Lamm- oder Geflügelwürste

Warum wird ein Naturdarm vom Schwein in Rinder- Lamm- oder Geflügelwürsten nicht eindeutig gekennzeichnet?

Frage

Ich bin Rheumatiker und reagiere mit Verschlimmerung auf Schweinefleisch, das ich daher nicht mehr esse. Leider habe ich aber das Problem, dass ich auch reine Rinder-, Lamm- oder Geflügelwürste nicht essen kann, da es keine Kennzeichnung auf der Verpackung gibt, von welchem Tier der Naturdarm oder Saitling stammt. Daher fallen auch diese Lebensmittel für mich komplett aus, obwohl ich sie sehr gerne essen würde.
Daher bitte ich darum, dass Sie sich für eine Kennzeichnung, noch besser eine Kennzeichnungspflicht einsetzen.

Antwort

Sie haben recht: Die Hülle einer Rinder-, Lamm- oder Geflügelwurst kann vom Schwein stammen, ohne dass dies eindeutig ersichtlich ist. Das ist für Verbraucher, die Schweinefleisch meiden wollen, unbefriedigend.

Normalerweise geben Bezeichnung und Zutatenliste Auskunft darüber, welche Tierarten in einer Wurst verarbeitet wurden.

Allerdings kann sich hinter Bezeichnungen wie „Naturdarm“ – wenn die Tierart nicht angegeben ist – dennoch ein Bestandteil vom Schwein verstecken.

Nach Aussagen des Vereins Zentralverband Naturdarm e.V. versteht die Branche unter dem Begriff „Saitling“ den Darm eines Schafes. Gelegentlich würde ein Schweinedarm auch als „Schweinesaitling“ bezeichnet – es bedürfe dann jedoch eines entsprechenden Zusatzes zur Abgrenzung zum Schafsdarm.

Wird eine Wurst als „rein“ in Zusammenhang mit der Tierart bezeichnet, zum Beispiel „reine Putensalami“, so werden ausschließlich Teile der angegebenen Tierart verwendet. In diesem Fall sollte auch in der Hülle keine andere Tierart verarbeitet werden.

Wünschenswert aus unserer Sicht wäre allerdings eine eindeutige Kennzeichnung, aus der hervorgeht, aus welcher Tierart die Wursthülle stammt.

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Letzte Änderung 
25. Juli 2017