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„Rouladen 500 g nur 5€“:

Das suggeriert einen sehr attraktiven Preis. Aber muss die Ware nicht pro Kilogramm oder Gramm beworben werden?

Frage

Vermehrt ist mir aufgefallen, dass im Handzettel Fleischwaren von der Theke nicht mehr in Kilogramm oder Gramm beworben werden, sondern in 500 Gramm, beispielsweise „Rouladen 500 g nur 5€“. Damit wird ein sehr attraktiver Preis suggeriert, der er ja de facto nicht ist, denn die Ware kostet 10 Euro je Kilogramm, was sogar über dem üblichen Aktionspreis liegt. Ganz besonders wird dies bei sogenannten „5 € Aktionen“ gemacht, was auch des Öfteren zu Diskussionen am Tresen geführt hat. Ich würde mich über eine Klärung sehr freuen, das scheint mir doch sehr nahe am Thema Verbrauchertäuschung zu sein.

Antwort

Metzger dürfen ihre Waren pro 500 Gramm oder sogar pro Stück verkaufen, solange sie zusätzlich den Grundpreis angeben.

Abgesehen von wenigen Ausnahmen bezieht sich die Grundpreisangabe bei festen Lebensmitteln auf ein Kilogramm – so auch bei Fleischerzeugnissen.

Bei Waren, die üblicherweise in einer Menge bis 250 Gramm verkauft werden, zum Beispiel Aufschnitt, darf der Grundpreis auch pro 100 Gramm angegeben werden.

Im Angebotsblatt müssten zusätzlich zu den Aktionspreisen also die entsprechenden Grundpreisangaben zu finden sein. Wenn das nicht der Fall ist, können Sie uns den Prospekt im Produktbereich melden (Link s. unten).

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Letzte Änderung 
4. Februar 2016