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"Superfood-Trinkpulver" beeinflusst das Immunsystem

Liegt hier eine Verletzung der Health-Claims-Verordnung vor?

Frage

In einem Drogeriemarkt habe ich ein "Superfood-Trinkpulver" entdeckt. Es wird unter anderem damit geworben, dass das Produkt das Immunsystem beeinflusst. Aussage auf der Webseite: Das Superfood-Trinkpulver enthält verschiedene fruchtige Superfoods. […] Acerola liefert Vitamin C, das zu einer normalen Funktion des Immunsystems beiträgt. Liegt hier nicht eine Verletzung der Health-Claims- Verordnung vor?

Antwort

Der Anbieter des Trinkpulvers macht hier ein Gesundheitsversprechen, das Verbraucher in ihrer Kaufentscheidung beeinflussen kann. Wie Sie ganz richtig schreiben, ist dies laut Health-Claims-Verordnung im Zusammenhang mit Lebensmitteln nur dann erlaubt, wenn die Aussage wissenschaftlich belegt und von der EU genehmigt wurde.

Bislang wurde nur ein kleiner Teil der von den Herstellern beantragten gesundheitsbezogenen Angaben genehmigt. Die meisten beziehen sich auf Vitamine oder Mineralstoffe, die wissenschaftlich gut erforscht sind. Die Aussage „Vitamin C trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei“ ist zulässig, wenn das Produkt eine vorgeschriebene Mindestmenge an Vitamin C enthält. Das ist hier der Fall.

Bei Lebensmittelklarheit erreichen uns immer wieder Beschwerden über Webseiten, insbesondere von Nahrungsergänzungsmitteln, deren gesundheitsbezogene Angaben nicht im Einklang mit der Health-Claims-Verordnung stehen. Einige Anbieter wurden bereits von den Verbraucherzentralen abgemahnt. In diesem Fall hat sich der Anbieter allerdings an die gesetzlichen Vorgaben gehalten.

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Letzte Änderung 
14. Dezember 2017

Kommentare

Der Beitrag ist bis auf den letzten Absatz rechtlich korrekt und liefert eine klare Antwort auf die Frage. Der letzte Absatz hat allerdings nichts mit der Frage zu tun und vermittelt dem Leser eine ablehnende Haltung des Autors gegenüber Claims auf NEM. Aus meiner Sicht wäre es besser, sich nur an Fakten zu halten und von persönlichen Meinungsäußerungen Abstand zu nehmen.


Das ist doch leider bei fast jeder Fragestellung auf dieser Plattform so, dass erst die Rechtsgrundlage korrekt dargelegt wird um dann im folgenden Nebensatz eine meist persönlich eingefärbte Meinung dazu zu schreiben, wie es denn sein sollte, auch wenn dies kein Gesetz hergibt.
Ein ganz großer Kritikpunkt an dieser sonst für die Aufklärung doch recht nützlichen Plattform.


Ich verstehe Ihr Problem nicht, Herr Haber. Im letzten Absatz wird doch lediglich beschrieben, dass sich Nutzer dieser Seite darüber beschweren, wenn Produzenten ihre Produkte mit hanebüchenden Claims bewerben, die keineswegs von der Health Claims Verordnung gedeckt sind. Das ist doch Sinn dieser Seite, oder täusche ich mich? Da steht gar nichts davon, dass Claims grundsätzlich schlecht wären. Entlarven Sie sich nicht selbst damit?