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Unter Schutzatmosphäre verpackte Joghurts

Joghurt, anbieterneutral
Joghurt, anbieterneutral

Frage

Mir ist aufgefallen, dass die Kennzeichnung entsprechender "Schutzgase" bei Joghurt und weiteren Milchprodukten meistens fehlt, obwohl Kohlenstoffdioxid in diesen verwendet wurde. Wie kommt es dazu, dass hier von der entsprechenden Kennzeichnung abgesehen wurde?

 

Antwort

Werden für Joghurts oder andere Milchprodukte Packgase verwendet, um die Haltbarkeit zu verlängern, muss dies durch den Hinweis „unter Schutzatmosphäre verpackt“ gekennzeichnet werden. So schreibt es die EU-Lebensmittelinformationsverordnung vor.

Das der Hinweis auf einem Lebensmittel nicht zu finden ist, kann also zwei Ursachen haben. Entweder wurde für das Produkt kein Packgas verwendet oder das Gas dient nicht zur Verlängerung der Haltbarkeit. Beispielsweise werden Getränken Kohlendioxid zur Beeinflussung von Geschmack und Mundgefühl zugesetzt. In Desserts häufig Stickstoff zum Aufschäumen oder zum Aufschlagen der Sahne eingesetzt. In solchen Fällen werden die verwendeten Gase jedoch in der Zutatenliste aufgeführt.

Die wichtigsten Packgase zur Verlängerung der Haltbarkeit sind Stickstoff und Kohlendioxid. Beide können für Milchprodukte zum Einsatz kommen. Tatsächlich verzichten jedoch viele Hersteller bei der Herstellung und Verpackung von Joghurts auf eine Schutzatmosphäre. Denkbare Gründe, wären beispielsweise, dass ein zu hoher Kohlendioxid-Anteil zum Sauerwerden des Joghurts führen kann. Vielleicht wird aber auch bereits durch die Pasteurisierung des Joghurts die gewünschte Haltbarkeit erreicht.  

Aus unserer Sicht ist deshalb davon auszugehen, dass bei Joghurts und Milchprodukten ohne den Hinweis „unter Schutzatmosphäre verpackt“ tatsächlich keine Packgase verwendet wurden.

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Letzte Änderung 
16. April 2018