Skip to content Skip to navigation

Schriftgröße

-A +A

Ursprungskennzeichnung von Olivenöl

Müssen die Oliven zu 100 Prozent aus dem benannten Land stammen?

Rubrik 
Herkunft + Region

Frage

Eine Frage zur Ursprungskennzeichnung von Olivenöl. Müssen die Oliven zu 100 Prozent aus der Region bzw. dem Land stammen, das als Ursprung gekennzeichnet ist? Oder gibt es hier Toleranzen, zum Beispiel nur 90 Prozent oder ähnliches?

Antwort

Wenn natives Olivenöl aus unterschiedlichen Ursprungsländern gemischt wird, ist es als Mischung zu kennzeichnen. Die Rechtsvorschriften sehen keine Toleranz für Beimischungen in geringer Menge vor.

Ursprungsangaben sind für natives Olivenöl und natives Olivenöl extra verpflichtend, andere Olivenöle dürfen keine Ursprungsangabe tragen.

Die Ursprungsangaben sind folgendermaßen geregelt:

Stammt das Olivenöl aus einem Mitgliedstaat der EU oder aus einem Drittland, so wird der Mitgliedstaat, die EU oder das Drittland als Ursprungsangabe genannt.

Bei Mischungen von Olivenölen, sind je nach Ursprung folgende Angaben möglich:

  • „Mischung von Olivenölen aus der Europäische Union“ oder ein Verweis auf die Union,
  • „Mischung von Olivenölen aus Drittländern“ oder ein Verweis auf den Drittlandsursprung,
  • „Mischung von Olivenölen aus der Europäischen Union und aus Drittländern“ oder ein Verweis auf den Unions- und Drittlandsursprung.

Wenn das Olivenöl eine geschützte Ursprungsbezeichnung hat, ist diese zu kennzeichnen.

Die Ursprungsangaben nennt grundsätzlich das Land oder die Region, in dem die betreffenden Oliven geerntet wurden und der Mühlenbetrieb liegt, in dem das Öl aus den Oliven gewonnen wurde. Liegen Ernte der Oliven und der Mühlenbetrieb in unterschiedlichen Ländern oder Regionen, ist der Wortlaut vorgeschrieben: „Natives Olivenöl (extra), hergestellt in …, aus Oliven geerntet in…“.

Wie informativ fanden Sie diesen Beitrag? 
Durchschnitt: 4 (1 Stimme)
Klicken Sie zur Bewertung auf die Sterne.
Letzte Änderung 
22. März 2016