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Was steckt hinter der Zutat Schweineprotein?

Frage:

Ich habe letzte Woche bei einem Discounter "Schweinecabanossi" gekauft. Ich fühle mich ausdrücklich nicht getäuscht. Entsprach meinen Erwartungen, hat mir geschmeckt und die durchsichtige Verpackung zeigte den Inhalt ja auch gut. Etwas irritiert bin ich von der Zutatenliste: Schweinefleisch, Speisesalz, Gewürze, *Schweineprotein*, Zucker (dann folgen noch weitere Zutaten wie Nitrit und Rauch). Ich frage mich, was "Schweineprotein" wohl sein mag. Nicht völlig aufgereinigte Gelatine (Schwarten-Hydrolysat o.ä.), die die vermutlich extrudierte Wurstmasse binden soll? Blutalbuminfraktion zu irgendwelchen Klebe- oder Bindezwecken? Neues Wort für Schlachtabfall?

Antwort:

Aus der Zutatenliste eines Lebensmittels sollten Verbraucher erkennen können, um welche Art von Produkt es sich bei der Zutat handelt.

Bei der Bezeichnung „Schweineprotein“ ist nicht klar zu erkennen, ob es sich um Protein bestimmter oder beliebiger Teile des Schweines handelt. Gelatine oder Kollagen sind dabei jedenfalls nicht gemeint, denn diese Begriffe sind im Lebensmittelhygienerecht genau definiert.

Bei „Schweineprotein“ ist das dagegen nicht der Fall. Laut dem Veterinäruntersuchungsamt Karlsruhe handelt es dabei sich um ein isoliertes Protein, das nach einer hygienisch einwandfreien Schlachtung aus genusstauglichen Teilen vom Schwein gewonnen wird. Zu den genusstauglichen Teilen vom Schwein zählen unter anderem eiweißhaltige Schlachtnebenprodukte wie Schwarte, Blut oder Bindegewebe.

Aus unserer Sicht sollten Hersteller Zutaten klar und allgemeinverständlich bezeichnen oder beschreiben.

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Letzte Änderung 
13. April 2018