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Identitätskennzeichen

Das Identitätskennzeichen ist eine Pflichtkennzeichnung auf verpackten tierischen Lebensmitteln, also auf Produkten aus Fleisch, Milch, Ei und Fisch. Bei zusammengesetzten Lebensmitteln aus tierischen und pflanzlichen Erzeugnissen entfällt die Kennzeichnung, wenn das Produkt mit verarbeiteten tierischen Erzeugnissen hergestellt wurde. So müssen beispielsweise Teigtaschen, die mit rohem Hackfleisch hergestellt wurden, ein Identitätskennzeichen tragen. Teigtaschen die mit Schinken hergestellt werden, benötigen jedoch kein Kennzeichen.

Das Identitätskennzeichen stellt keine Verbraucherinformation dar, sondern dient der Lebensmittelüberwachung. Anhand des Zeichens lassen sich Produkte bis zum Hersteller zurückverfolgen.
Das Identitätskennzeichen besteht aus

  • einem Länderkürzel, beispielsweise "DE" für Deutschland, oder dem Namen des Landes bei Staaten außerhalb der EU.
  • einer Betriebsnummer, die sich aus einer Abkürzung des Bundeslandes, zum Beispiel "BY" für Bayern, und einer Nummer zusammensetzt, die den Betrieb identifiziert.
  • der Abkürzung für die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft, in Deutschland "EG", oder je nach Sprache auch andere Abkürzungen. Die Abkürzung entfällt bei Betrieben in Ländern außerhalb der EU.

Mit dem Identitätskennzeichen kann der Betrieb, der das Produkt zuletzt bearbeitet oder verpackt hat, ermittelt werden. Es sagt nichts über das Ursprungsland, das Bundesland oder den Ort aus, aus dem die Rohstoffe stammen.

Um den Code des Identitätskennzeichens zu entziffern, hilft die Website des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) weiter. Sie erklärt die Länderkürzel und Abkürzungen der Bundesländer und stellt eine Datenbank der Betriebsnummern zur Verfügung (Link s. Randspalte).

Einschätzung aus Sicht der Verbraucherzentrale

Das Identitätskennzeichen ist wenig hilfreich für Verbraucher, die sich Informationen zur Herkunft von Lebensmitteln erhoffen. Die Verbraucherzentralen fordern eine bessere Herkunftskennzeichnung bei Lebensmitteln.

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Letzte Änderung 
30. Mai 2017