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Veganer Fischersatz: Lachs und Garnelen aus Tofu und Weizenfasern

Rubrik 
Lebensmittel konkret

vegane Fischersatzprodukte

Sie schmecken nach Fisch, bestehen jedoch aus Soja, Maisstärke oder Weizeneiweiß. In Onlineshops für vegane Lebensmittel gibt es bereits ein kleines Sortiment und auch im lokalen Handel werden vegane Fischersatzprodukte vereinzelt angeboten. So können bekannte Fischprodukte wie Scampis, Lachsfilet, Tintenfischringe und Fischstäbchen als vegane Version erworben werden.

Die entsprechenden Ersatzprodukte tragen Namen wie „Veggie-Lachsfilet“ oder „Riesen-Veganelen“.

Oft auf Sojabasis hergestellt

Ein Großteil der Fischersatzprodukte ist auf Sojabasis hergestellt. Einzelne Produkte enthalten Weizenfasern oder modifizierte Stärke, um eine bestimmte Konsistenz zu erzielen, beispielsweise bei „Veggie-Tintenfischringen“. Oft handelt es sich bei den Ersatzprodukten um hochverarbeitete Lebensmittel mit einer Vielzahl von Zutaten.

Fischgeschmack durch Seetang und Algen

Ersatzzutaten wie Soja schmecken nicht nach Fisch. Sie haben einen pflanzlichen Eigengeschmack. Deshalb setzen Hersteller in ihren Fisch-Ersatzprodukten Seetang oder Algen zu – zum Teil in Form von Extrakt – um einen Fischgeschmack zu erzeugen. Zusätzlich enthalten einige Erzeugnisse geschmacksverstärkend wirkende Zutaten wie Hefeextrakt.

Fisch-typische Nährstoffe fehlen

Fisch ist ein wichtiger Nährstofflieferant für Vitamin D, Omega 3 Fettsäuren und Jod. Vegane Lebensmittel haben in dieser Hinsicht wenig zu bieten. Soja- und Weizeneiweiß enthalten die „fisch-typischen“ Nährstoffe nicht. Lediglich als Eiweißquelle können viele Ersatzprodukte dienen. Vor allem Sojaprodukte enthalten hochwertiges pflanzliches Protein.

Kennzeichnung muss eindeutig sein

Für vegetarische Fischersatzprodukte gibt es keine rechtlich vorgeschriebenen Bezeichnungen. Gemäß EU-Lebensmittelinformationsverordnung (LMIV) hat der Hersteller eine verkehrsübliche oder – falls es diese nicht gibt – eine beschreibende Bezeichnung zu wählen. Die tatsächliche Art des Lebensmittels soll zu erkennen sein und es soll von Erzeugnissen zu unterscheiden sein, mit denen es verwechselt werden könnte.

Wichtig ist also, dass Verbraucher auf Anhieb erkennen können, was sie kaufen, zum Beispiel „vegetarische Garnelen auf Soja-Basis“. Eine Verwechslung mit Fischerzeugnissen und Meeresfrüchten muss ausgeschlossen sein. 

Einschätzung der Verbraucherzentrale

Vegetarische Fischersatzprodukte können eine Alternative für Vegetarier und Veganer sein, die gerne Fisch mögen. Die Produkte ahmen Fisch im Geschmack nach, liefern aber nicht dessen wertvolle Nährstoffe wie Jod, Omega-3-Fettsäuren und Vitamin D.

Um Struktur und Geschmack des gewünschten Produktes zu erhalten, sind in der Regel viele Verarbeitungsschritte und Zutaten notwendig. Ein Blick auf die Zutatenliste verrät, welche Inhaltsstoffe und geschmacksgebenden Zutaten enthalten sind.

Eine eindeutige Kennzeichnung ist wichtig: Verbraucher müssen auf den ersten Blick erkennen können, was für ein Lebensmittel sie vor sich haben. Der Produktname sollte daher mit einem klarstellenden Zusatz wie „vegetarisch“ oder „vegan“ versehen werden. Zusätzlich muss die pflanzliche Ersatzzutat, zum Beispiel Soja, in unmittelbarer Nähe zum Produktnamen stehen.

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Letzte Änderung 
18. Januar 2017

Kommentare

Sehr informativ


Warum moniert Lebensmittelsicherheit nicht die Behauptung, das wäre Fisch? Das ist Soja oder anderes! Im gleichen Portal schimpft man über Rabarbersaft mit 0,1% Rabarber. Sehr merkwürdig!