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Alles andere als Käse – EuGH urteilt über "Veggie-Cheese" und Co.

Milchprodukte
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Vegane und vegetarische Produktbezeichnungen sind immer wieder Inhalt von Verbraucheranfragen auf Lebensmittelklarheit. Für pflanzliche Alternativen zu Milchprodukten gibt es nun ein eindeutiges Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH).

Bereits im April 2016 urteilte das Landgericht Trier, dass Produkte, die nicht aus Milch hergestellt werden, nicht als "Käse" oder "Cheese" vermarktet werden dürfen. Nachdem der betroffene Hersteller in Widerspruch ging, legte das Gericht die Frage dem EuGH vor. Dieser entschied, dass der Begriff "Milch" nicht rechtmäßig für ein rein pflanzliches Produkt verwendet werden darf, da Milch ein tierisches Produkt sei. Auch klarstellende oder beschreibende Zusätze, wie "aus Soja" oder "aus Tofu" änderten daran nichts, da eine Verwechslungsgefahr nicht mit Sicherheit ausgeschlossen werden könne. Neben Milch gilt das Urteil auch für "Molke", "Rahm", "Sahne", "Butter", "Buttermilch", "Käse" und "Joghurt". Damit gehören Bezeichnungen wie "Tofubutter", "Pflanzenkäse" oder "Veggie-Cheese" der Vergangenheit an.

Aus Sicht von Lebensmittelklarheit ist wichtig, dass Hersteller geeignete Bezeichnungen verwenden, die vegetarische und vegane Lebensmittel klar und eindeutig benennen. Das betrifft nicht nur Ersatzprodukte für Milch und Käse, sondern auch Bezeichnungen für Wurst- und Fleischalternativen.

Quelle: Gerichtshof der Europäischen Union: Rein pflanzliche Produkte dürfen grundsätzlich nicht unter Bezeichnungen wie "Milch", "Rahm", "Käse" oder "Joghurt" vermarktet werden, die das Unionsrecht Produkten tierischen Ursprungs vorbehält. 

Letzte Änderung 
14. Juni 2017
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Bitte beachten Sie: Unsere Kurzmeldungen geben grundsätzlich den Stand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wieder. Sie werden nicht aktualisiert.