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Erfolgreich abgemahnt: Allos entfernt unzulässige Gesundheitswerbung auf Müsli

Amaranth-Basismüsli von Allos
Amaranth-Basismüsli von Allos

Gesundheitsbezogene Angaben auf Lebensmitteln sind streng reglementiert. Dennoch bewarb die Allos Hof-Manufaktur GmbH ihr Amaranth-Basismüsli mit der Behauptung, es ließe den Blutzuckerspiegel langsamer ansteigen als ein herkömmliches Basismüsli. Das Unternehmen berief sich dabei auf eine nicht näher benannte Studie der Universität Hannover. Mit welchem Produkt der Hersteller sein Müsli verglichen hatte, blieb unklar. Ein Verbraucher fühlte sich „verschaukelt“ und meldete das Produkt bei Lebensmittelklarheit.de.

Grafik sollte Gesundheitswerbung untermauern

Unterhalb der beanstandeten Behauptung war eine Grafik abgedruckt, die den niedrigeren Anstieg des Blutzuckerspiegels veranschaulichen sollte. Die Expertinnen des Portals Lebensmittelklarheit sahen in der Produktaufmachung ebenfalls ein Täuschungspotenzial und gaben den Fall an den Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) weiter, der den Hersteller abmahnte. Das Unternehmen hat die Unterlassungserklärung nun unterzeichnet und dabei zugesichert, das Müsli nicht mehr mit der umstrittenen Behauptung sowie der Grafik zu bewerben. Mit Ende der Aufbrauchfrist Ende August 2018 sollten keine Verpackungen mit der beanstandeten Aufmachung mehr in den Handel kommen.

Die Werbung mit gesundheitlichen Wirkungen ist beliebt und wird von vielen Lebensmittelherstellern für ihre Produkte genutzt. Doch die Health-Claims-Verordnung  setzt den Anbietern enge Grenzen: Nur spezielle, von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit zugelassene Aussagen sind zur Bewerbung von Lebensmitteln erlaubt.

Letzte Änderung 
20. März 2018
Hinweis

Bitte beachten Sie: Unsere Kurzmeldungen geben grundsätzlich den Stand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wieder. Sie werden nicht aktualisiert.