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Kaffeekonzern lenkt im „Latte-Macchiato“-Streit ein

Tassimo
© vz hamburg

Der Kaffeekonzern Jacobs Douwe Egberts (JDE) hatte in seinem  „Latte macchiato classico“ das Vollmilchkonzentrat durch eine Flüssigkeit aus Milchbestandteilen mit Zusatzstoff ersetzt, den Namen aber beibehalten. Doch ein „Latte Macchiato“ sollte Milch enthalten, so die Ansicht der Verbraucherzentrale Hamburg (vzhh). Die Organisation mahnte den Hersteller deswegen zunächst ab.

Da der Konzern keine Unterlassungserklärung abgeben wollte, reichte die vzhh Klage beim Landgericht Bremen ein. Daraufhin lenkte der Konzern ein und verpflichtete sich, die Verpackung für das Tassimo-Produkt bis Ende Oktober dieses Jahres umzustellen. Zukünftig muss JDE das Kaffeegetränk als „Typ Latte macchiato classico“ bezeichnen.  Damit sollen Verbraucher erkennen, dass das Kaffeegetränk keine echte Milch enthält, sondern nur wie Latte macchiato schmeckt.

Seit der Rezepturänderung setzt Jacobs Douwe Egberts den sogenannten Milch-Discs beim „Jacobs Latte macchiato classico“ anstelle von echter Milch nur noch deren Einzelteile zu. Um Sahne, Milchproteine und die weiteren Bestandteile zusammenzuhalten, fügt der Hersteller das Verdickungsmittel Gummi arabicum (E 414) hinzu.

Quelle: Verbraucherzentrale Hamburg: Ohne Milch kein „Latte macchiato“, Pressemitteilung vom 17. Mai 2017

Letzte Änderung 
18. Mai 2017
Hinweis

Bitte beachten Sie: Unsere Kurzmeldungen geben grundsätzlich den Stand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wieder. Sie werden nicht aktualisiert.

Kommentare

Ich frage mich nur eins: warum lassen sich Verbraucher das bieten und kaufen so ein Kunstprodukt???


Anknüpfend an den Kommentar frage ich mich, WELCHER durschnittliche Konsument erkennt überhaupt den Unterschied im Namen?!
Gut, dass gehandelt wird! Aber letzlich muss der Verbraucher auch einfach selber in die Zutatenliste schauen, soviel darf man ihm/ihr zumuten, nehme ich an.


Meistens werden solche Änderungen dreist als "neues Rezept" verschleiert.