Skip to content Skip to navigation

Schriftgröße

-A +A

Keine Einigung über Fruchtabbildungen und Aromen-Hinweise auf „Wasser mit Geschmack“

© brgfx - fotolia.com

Auf der Flasche prangen Kirschen, Himbeeren oder Zitronen, doch im Getränk sind nur Aromen enthalten: Sogenannte Near-Water-Getränke führen bei Verbrauchern immer wieder zu Irritationen. Das Projekt Lebensmittelklarheit hatte daher im Jahr 2014 einen Dialog mit Getränkeherstellern zur Kennzeichnung von Near-Water-Getränken begonnen. Darin ging es in erster Linie um Fruchtabbildungen auf Getränken ohne Fruchtanteil und um Hinweise auf Aromen.

Im Januar 2015 hat die Deutsche Lebensmittelbuchkommission überarbeitete Leitsätze zur Kennzeichnung von Erfrischungsgetränken veröffentlicht. Die Kennzeichnung und Aufmachung darüber hinaus verbraucherfreundlicher zu gestalten, waren die Hersteller im Dialog nicht bereit. Die Wirtschaftsvereinigung alkoholfreier Getränke (wafg), der Verband Deutscher Mineralbrunnen (VDM) und der vzbv haben ihren Dialog im Rahmen des Projekts Lebensmittelklarheit daher ohne Einigung beendet.

Den Verbraucherzentralen gehen die Leitsätze nicht weit genug. Nach Ansicht von Lebensmittelklarheit müssen „Near-Water-Getränke“ – also Wasser mit Geschmack – auf den ersten Blick als solche erkennbar sein. Bilder von Früchten dürfen nicht nur ein Geschmackshinweis sein, denn Verbraucher erwarten mehrheitlich Fruchtanteile im Produkt, wenn diese auf der Verpackung abgebildet sind. Wenn der Geschmack eines Getränks allein aus dem Zusatz von Aroma entstehe, sollten Hersteller dies durch den Hinweis „Geschmack durch Aroma“ auf dem Etikett kenntlich machen, so die Forderung. Der Hinweis solle deutlich lesbar auf der Vorderseite der Verpackung platziert werden.  

Letzte Änderung 
4. September 2017
Hinweis

Bitte beachten Sie: Unsere Kurzmeldungen geben grundsätzlich den Stand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wieder. Sie werden nicht aktualisiert.