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Füllmengenkennzeichnung: Luftaufschlag macht Eis vermeintlich billiger

© Olaf Speier - fotolia.com

Dicke Luft an der Tiefkühltruhe: Manche Hersteller von Speiseeis fügen ihren Eissorten künstlich Luft zu, damit das Eis cremig wird.

Der Haken: Je mehr Luft im Eis steckt, umso preiswerter wirkt es, denn der Grundpreis wird bei Speiseeis pro Volumen und nicht pro Gewicht berechnet. Bei einem Eis, das 510 Gramm wiegt, kann die Füllmenge beispielsweise 1000 Milliliter betragen. Auch der Grundpreis bezieht sich dann auf 1000 Milliliter. So kann ein besonders „luftiges“ Eis durch einen niedrigen Grundpreis bestechen.

Das verwirrt und ärgert preisbewusste Verbraucher und Hersteller, die Eis auf traditionelle Weise und ohne Luftaufschlag produzieren.

Füllmenge auf Eis

Verbraucherinnen und Verbraucher können den Lufteinschlag kaum erkennen.

Füllmengenangaben auf Lebensmitteln

Die Fertigpackungsverordnung legt fest, dass Füllmengen mit flüssigen Lebensmitteln nach Volumen, alle anderen Lebensmittel dagegen nach Gewicht zu kennzeichnen sind. Allerdings gibt es Ausnahmen, darunter Speiseeis. Dieses wird wie ein flüssiges Lebensmittel behandelt und die Füllmenge demnach nach Volumen gekennzeichnet. Auch der Grundpreis wird nach Volumen berechnet. 

Quelle: Verbraucherzentrale Bundesverband e.V.: Luft im Eis: Preis nach Gewicht und nicht nach Volumen. Pressemitteilung vom 26.08.2015

Einschätzung der Verbraucherzentrale

Um mehr Transparenz zu schaffen, sollte die Ausnahmeregelung für Speiseeis entfallen und der Grundpreis wie bei festen Lebensmitteln nach Gewicht berechnet werden. So kann sich Luft in Eis nicht mehr auf den Grundpreis auswirken.

Lebensmittelklarheit.de fordert daher eine Änderung der Fertigpackungsverordnung.

Letzte Änderung 
11. Oktober 2016
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Bitte beachten Sie: Unsere Kurzmeldungen geben grundsätzlich den Stand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wieder. Sie werden nicht aktualisiert.