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Millionen Jahre altes Salz mit nur drei Jahren Mindesthaltbarkeit?

Himalayasalz mit Haltbarkeitsdatum

Fast alle verpackten Lebensmittel tragen ein Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD). Dies schreibt die Lebensmittelkennzeichnungsverordnung (LMKV) vor. Der Anbieter eines Lebensmittels verspricht damit, dass das Lebensmittel bis zu diesem Datum „unter angemessenen Aufbewahrungsbedingungen seine spezifischen Eigenschaften behält.“ Ausgenommen davon sind nur wenige Lebensmittel, zum Beispiel Salz, Zucker, Essig, Wein oder Schnaps. Sie gelten als praktisch nicht verderblich.

Mindesthaltbarkeitsdatum: nicht vorgeschrieben, trotzdem angegeben

Auch wenn ein MHD nicht vorgeschrieben ist, kann ein Anbieter es freiwillig angeben. Nicht immer ist das aber eine sinnvolle Information für Käufer. So prangt zum Beispiel auch auf angeblich mehr als 200 Millionen Jahre altem Salz aus dem Himalaya-Gebirge oder der Wüste Kalahari ein Mindesthaltbarkeitsdatum von nur wenigen Jahren. Es ist nicht davon auszugehen, dass sich seine Qualität nach Ablauf des MHD merklich verändert oder es gar verdirbt – immer vorausgesetzt, dass es ordnungsgemäß gelagert wird. Keinesfalls sollten Verbraucher das teure Salz – bis zu 20fach teurer als normales Speisesalz – aufgrund eines abgelaufenen MHD wegwerfen und durch ein neues ersetzen.