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Osterhasen-Suchspiel: Wo hat sich die Zutatenliste versteckt?

Schokoladenosterhasen

Auch einzeln verpackte Süßigkeiten wie Schokohasen müssen vollständig gekennzeichnet werden. Ausnahmen gibt es nur für Produkte, die unmittelbar zum Verkauf vorverpackt werden – beispielsweise beim Bäcker – oder Artikel mit kleiner Oberfläche. Grundinformationen wie die Bezeichnung oder die Allergene müssen allerdings in jedem Fall bereitgestellt werden. Doch nicht jeder Hersteller kennzeichnet seine Osterartikel korrekt und gut lesbar.

Bei manchen Osterhasen muss man nach den Allergenen suchen

Zugegeben: Auf der unregelmäßigen und teils kleinen Oberfläche der Schokohasen eine lesbare Kennzeichnung anzubringen, ist eine Herausforderung. Viele Hersteller schaffen es dennoch. Die Standfläche am Fuß beispielsweise bietet zumindest bei größeren Hasen ausreichend Platz für Informationen. Wo dieser nicht reicht, drucken einige Anbieter einen Teil der Informationen auf den Rücken der Hasen. Das nutzt aber nur etwas, wenn sich die Schrift auf der knitterigen Oberfläche gut vom Hintergrund abhebt.

Bei einigen Produkten lassen sich die Angaben auf der faltigen Osterhasenhülle kaum lesen. Bei unserer Recherche stießen wir auf einen Hasen, auf dem die Zutaten- und Allergenliste erst nach mühsamer Suche zu finden waren:

Das Etikett am Fuß ließ sich an einer Lasche aufklappen. Auf der Innenseite befindet sich ein Großteil der Informationen wie zum Beispiel die Zutatenliste, die Allergenkennzeichnung sowie die Angaben zu Nährwerten und zum Hersteller. In einem weiteren Fall war das Etikett am Fuß einfach mit dem Preisschild überklebt. Aus unserer Sicht sind solche Arten der Kennzeichnung für Verbraucher nicht hilfreich und auch nicht zulässig, denn die Pflichtinformationen dürfen „in keiner Weise durch andere Angaben oder Bildzeichen oder sonstiges eingefügtes Material verdeckt“ werden.

 

Bei Kleinstverpackungen sind nur wenige Angaben vorgeschrieben

Grundsätzlich gelten laut EU-Lebensmittelinformationsverordnung (LMIV) für Süßwaren die gleichen Kennzeichnungsregeln wie für alle anderen Lebensmittel. Welche Angaben im Einzelfall aufgedruckt werden müssen, hängt unter anderem von der Größe der Verpackung ab. Bei „Klein“-Verpackungen, bei denen die größte Oberfläche weniger als 25 Quadratzentimetern beträgt, darf beispielsweise die Nährwertkennzeichnung fehlen.

Weitere Ausnahmen gibt es für „Kleinst“-Verpackungen, deren größte Oberfläche kleiner als zehn Quadratzentimetern beträgt: Hier genügt es laut LMIV, die Bezeichnung des Lebensmittels, die Nettofüllmenge, die Allergene sowie das Mindesthaltbarkeitsdatum aufzudrucken. Die Zutatenliste muss zudem „auf andere Art und Weise“ zur Verfügung gestellt werden – beispielsweise durch ein Schild.

Selbst bei kleineren Osterhasen dürfte aber die größte Oberfläche mehr als zehn Quadratzentimeter haben. Sie sollten daher – gegebenenfalls ausgenommen der Nährwertkennzeichnung – alle vorgeschriebenen Informationen tragen.

Letzte Änderung 
10. April 2017
Hinweis

Bitte beachten Sie: Unsere Kurzmeldungen geben grundsätzlich den Stand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wieder. Sie werden nicht aktualisiert.