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Bei Trockenprodukten darf die Füllmenge in Gramm fehlen, Beispiel Gemüsebrühe

 

Verwirrend für Verbraucher: Statt der Füllmenge in Gramm ist bei Trockenprodukten die Angabe der erforderlichen Flüssigkeitszugabe erlaubt.

Verbraucherbeschwerde 

Anliegend übersende ich Ihnen eine leere Tüte "Eiermuschel-Suppe" zu. Hier fehlt die Grammangabe. Früher war hier immer eine Grammangabe vorhanden. Jetzt steht nur noch drauf für 4 Teller ... ergibt 1 Liter.
Frau B.-G. aus Frankfurt vom 08.01.2018

Verpackung enthält keine Angabe über die Inhaltsmenge in Gramm. Dadurch ist auch kein Preisvergleich mit anderen Produkten oder Verpackungsgrößen möglich.
Herr W. aus Bad Hersfeld vom 04.12.2017

Es befindet sich auf dem Glas keine Mengenangabe. Lediglich der Hinweis für 7 L. Wie kann es sein, dass der Hersteller diese Instant-Gemüsebrühe verkauft und nirgendwo ersichtlich ist, wieviel Gramm Inhalt dieses Glas hat?!
Frau G. aus München vom 18.11.2017

[...] Es ist aber nirgends vermerkt, […] wieviel Gramm Trockenprodukt überhaupt enthalten ist.
Herr M. aus Darmstadt vom 26.11.2012

Keine Gewichtsangabe bei Rindsbouillon, dadurch kein Vergleich zwischen zwei Anbietern möglich. Lediglich eine Angabe für 6 Liter, was auch immer das soll.
Herr H. aus Offenbach vom 03.01.2012

Auf der Verpackung des Tütenpulvers für Rahmbraten Sauce ist keinerlei Information zur Menge des Inhalts abgedruckt, es fehlt die Gramm-Angabe. Auch die Mitarbeiter im Supermarkt konnte auf Nachfrage keine Information zum Füllgewicht der Tütensuppen und -soßen geben!
Herr K. aus Bamberg vom 02.11.2011

Die Verpackung enthält keine Angabe über den tatsächlichen Inhalt in Gramm, sondern nur die Kennzeichnung "Inhalt ergibt: 16 Liter". Dies erlaubt dem Kunden keine Kontrolle, welchen Preis er für ein Gramm des Produktes bezahlt. Die Definition, wie viel ein Kunde einrühren muss, um 16 Liter zu erhalten ist ja Geschmackssache. Bei jedem anderen Lebensmittelprodukt muss bei der Kennzeichnung im Laden einen Preis pro 100 g der Produktsubstanz angegeben sein. Warum hier nicht? Dies ermöglicht dem Hersteller, z.B. durch Umdefinieren der für 16 Liter benötigten Substanz, die Menge an Inhalt zu verändern, ohne dass der Kunde die Verteuerung bemerken würde oder dies kontrollieren kann. Hier sollte die tatsächliche Menge an beinhalteter Substanz zwingend auf der Verpackung angegeben sein.
Herr H. aus Altheim vom 28.10.2011

Hallo, mich ärgert es, dass auf diesen Produkt nur 16 Liter steht. Es ist eine von Knorr festgelegte Einheit, aber stimmt das auch? Ich kann nie nachprüfen per Waage, wieviel Gramm in einer Verpackung ist. Es kann ja sein, dass bei manchen Menschen mal mehr mal weniger genommen wird, da spielt der Individuelle Geschmack eine große Rolle und nicht die vom Hersteller selbst festgelegte Einheit. Außerdem kann der Anbieter wie es ihm passt mal mehr mal weniger in die Verpackung tun, ich kann nie überprüfen wieviel Gramm Netto Brutto usw. stimmt. Auf jedem Markt wird penibel auf die Auszeichnungspflicht hingewiesen aber in diesem Fall wohl nicht. Ich wünsche mir, dass die Einfüllmenge in Gramm gekennzeichnet wird und nicht in Liter, was niemand nachprüfen kann. Um nicht noch eine Mail zu schicken, habe ich auch den Bratensaft vom selben Anbieter hinzugefügt, da sind es nur 2,5 Liter. Wie man sieht: Große Firmen haben eine anderes Messsystem. Super, dass es euch gibt, weiter so.
Herr T. aus Berglen vom 18.08.2011

Angabe des Kochsalzgehaltes pro 100 g Trockenprodukt. Es fehlt nämlich die Angabe des Gewichts Trockenprodukts in der Tüte. Auch die Angabe Kochsalz bzw. Natrium je "Portion zubereitet" hilft nicht weiter, da nicht definiert ist, wie viel eine Portion ist. Anderswo heißt es zwar: "Inhalt ergibt 3 Teller". Aber ist ein Teller denn auch gleich eine Portion? Um Klarheit zu haben, müsste man eine Haushaltswaage mit in den Supermarkt nehmen, die Tüte aufreißen, das Trockenpulver wiegen und anschließend die Umrechnung mit einem Taschenrechner oder auf dem Papier durchführen. Was würde wohl der Marktleiter dazu sagen?
Herr M. aus Bünde vom 16.08.2011

 

Einschätzung der Verbraucherzentrale:
Einschätzung der Verbraucherzentrale 

Zusammenfassung
Auf Trockenprodukten zur Zubereitung mit Flüssigkeit, muss lediglich die Menge an Flüssigkeit gekennzeichnet werden, die zur Herstellung des verzehrfertigen Produktes notwendig ist. Die Beschwerden zeigen, dass sich Verbraucher für die enthaltene Menge des Trockenproduktes wie Gemüsebrühe oder Suppenpulver interessieren, um nicht nur die Ergiebigkeit, sondern auch um die Menge vergleichen zu können. Eine weiterer Aspekt ist die Prüfung der Füllmenge, besonders auch bei Sonderangeboten, die sich auf eine zusätzliche Menge beziehen, zum Beispiel „plus 20 Prozent gratis“.
Aus Verbrauchersicht sollte die Angabe der Füllmenge zusätzlich in Gramm verpflichtend sein.

Darum geht´s:
Auf dem Glas eines Trockenproduktes mit Gemüsebrühe steht „Inhalt ergibt 6 Liter Gemüsebrühe“. Aus dem Zubereitungshinweis kann der Käufer entnehmen, dass für einen gestrichenen Teelöffel 250 Milliliter Wasser verwendet werden soll. Die Menge des enthaltenen Trockenproduktes steht nicht auf dem Etikett.

Das ist geregelt:
In der Fertigpackungsverordnung wird die Angabe der Füllmengen geregelt. Fertigpackungen dürfen demnach gewerbsmäßig nur in den Verkehr gebracht werden, wenn die Füllmenge nach Gewicht, Volumen oder Stückzahl oder in einer anderen Größe angegeben ist.
Fertigpackungen mit konzentrierten Suppen, Brühen, Braten-, Würz- und Salatsoßen werden mit dem Volumen der verzehrfertigen Zubereitung nach Liter oder Milliliter gekennzeichnet.
Im vorliegenden Fall ist die Füllmenge durch die Angabe „Inhalt ergibt 6 Liter Gemüsebrühe“ korrekt ausgewiesen.

So sieht´s die Verbraucherzentrale:
Bei der Füllmengenangabe auf verpackten Lebensmitteln gibt es einige Besonderheiten. So soll die Mengenangabe bei konzentrierten Suppen, Brühen, Braten-, Würz- und Salatsoßen mit dem Volumen der verzehrfertigen Zubereitung erfolgen, also in Litern oder Millilitern. An diese Vorgabe hält sich der Hersteller. Dennoch können wir gut nachvollziehen, wenn Verbraucher die Angabe der tatsächlichen Füllmenge vermissen, um nicht nur die Ergiebigkeit, sondern auch um die Menge vergleichen zu können. Eine weiterer Aspekt ist die Prüfung der Füllmenge, besonders auch bei Sonderangeboten, die sich auf eine zusätzliche Menge beziehen, zum Beispiel „plus 20 Prozent gratis“.

Fazit:
Aus Verbrauchersicht sollte die Angabe der Füllmenge zusätzlich in Gramm verpflichtend sein.

Status 

Die Verbraucherzentrale hat das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz [aktuell: Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft] über die Kennzeichnungsproblematik informiert.

Stand 
17. Januar 2018