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innocent tropical juice

 

Ananas, Mango und Maracuja abgebildet, aber 85 Prozent% Saft stammt von Äpfeln und Orangen

Verbraucherbeschwerde 

Der Produktname "tropical juice" beschreibt den Inhalt des Produktes. Dieses wird unterstützt durch die Abbildungen dreier tropischer Früchte: Scheibe Ananas, Mango, 1/2 Maracuja. Weitere Angaben sind auf der Hauptwerbefläche nicht enthalten. Zuhause im Kleingedruckten musste ich feststellen, dass das Getränk zu 50 % aus Apfelsaft besteht und zu 35 % aus Orangensaft. Beide Inhaltsstoffe sind nicht abgebildet und auf der Hauptseite auch nicht genannt. Auch erwate ich bei dem Produktnamen "tropical juice" tropische Früchte. Dazu gehören Äpfel definitiv nicht. Erwartet wird ein Getränk aus exotischen Früchten - und nicht ein geringer Gehalt von lediglich 15 %.
Herr S. aus Hamburg vom 25.06.2017

Auf der Flasche sind eine Ananas, eine Mango und eine Maracuja zu sehen. Deshalb bin ich davon ausgegangen, dass auch nur diese Früchte im Saft enthalten sind oder wenigstens größtenteils. Später habe ich mir die Zutatenliste durchgelesen, aber es sind 50% des Saftes Apfelsaft und 35% Orangensaft. Es bleiben also nur noch 15% für die abgebildeten Früchte übrig.
Frau S. aus Lägerdorf vom 02.08.2016

Sowohl Name als auch die Abbildung von Ananas, Mango und Maracuja suggerieren, dass dies die Hauptbestandteile sind. Tatsächlich enthält das Produkt 50% Apfelsaft (ist alles andere als tropisch) und 35% Orange. Beides ist nicht abgebildet. Ananas lediglich 12%, Mango(mark) nur 2% und Maracuja nur 1%. Wollte ich Apfel und Orangensaft kaufen, hätte ich das gemacht. So habe ich zu 85% ein Produkt, was ich nicht haben wollte.
Herr R. aus München vom 14.06.2015

Im Supermarkt Regal lachen einen die Flaschen der Sorte "Tropical Juice" förmlich an mit einer großen Grafik auf der eine ganze Mango, ein Stück Ananas und eine halbe Passionsfrucht (Maracuja) zu sehen sind - so stellt man sich als Verbraucher durchaus "Tropical Juice" vor. Es steht vorne nichts von Apfelsaft, oder Orangensaft als Hauptbestandsteil (=85%!!). Zu Hause habe nämlich in Ruhe gelesen was an Zutaten drin ist: 50% Apfelsaft, 35% Orangensaft, 12% Ananassaft, 2% Mangomark, 1% Maracujasaft. Schon alleine die 50% Apfelsaft haben meiner Meinung nach nichts mit "Tropical Juice" zu tun. Es ist eine optische Täuschung - man denkt man kauft einen hochpreisigen Saft aus tropischen Früchten und erhält eine Apfel-/Orangensaftgetränk :(
Frau S. aus Köln vom 16.01.2015

Wenn man sich die winzig kleine Zutatenliste auf der Rückseite durchliest, erkennt man, dass der Saft zu 50% aus Apfelsaft und zu 35% aus Orangensaft besteht.
Herr B. aus Berlin vom 29.07.2014

Der Saft heißt Tropical Juice und vorne auf dem Saft sind eine Mango, Maracuja und Ananas abgebildet. Tatsächlich besteht der Saft doch zu 85 % aus Äpfeln und Orangen und nur 2 % kommen von einem Stück Mango und 12 % von einer Scheibe Ananas. Außerdem ist nur ein 1/3 einer Maracuja in dem Saft enthalten. Von einem Tropical Direktsaft erwarte ich mir eine andere Zusammensetzung.
Frau G. aus Offenbach vom 18.06.2014

Abgebildet sin Ananas, Mango und Passionsfrucht, tatsächlich besteht der Saft aus 49 % Apfelsaft, 35,4 % Orangen, 12 % Ananassaft, 2% Mangosaft und 1,6 % Passionsfruchtsaft.
Herr H. aus Berlin vom 02.01.2014

Auf der Vorderseite ist prominent eine Mango, eine halbe Maracuja sowie eine Scheibe Ananas abgebildet. Tatsächlich besteht der Saft allerdings zu 84,4 Prozent aus Apfel- und Orangensaft. Geschmacklich dominiert dabei der Orangensaft. Weder von der Maracuja noch von der Mango ist etwas zu schmecken.Der Saft wird zudem als "Tropical Juice" bezeichnet. Es wäre insoweit interessant zu wissen, von wo das Unternehmen seine tropischen Äpfel bezieht.
Herr H. aus Speyer vom 22.10.2013

Einschätzung der Verbraucherzentrale:
Einschätzung der Verbraucherzentrale 

Zusammenfassung:

Die Verbraucherin hat aufgrund der Sortenbezeichnung und der Fruchtabbildungen eine Mischung aus den abgebildeten Tropenfrüchten in der Flasche erwartet. Der Anteil beträgt jedoch nur 15 Prozent des Mehrfruchtsaftes, 85 Prozent liefern andere Fruchtsäfte. Da weder in Wort noch Bild Äpfel und Orangen als Zutaten auf der Schauseite erwähnt sind, sieht sich die Verbraucherin durch die Aufmachung nachvollziehbar getäuscht. 

Darum geht’s:

Auf der Schauseite springen die Sortenbezeichnung Tropical Juice und die Abbildung einer Mango, einer Scheibe Ananas und einer halben Maracuja ins Auge. Auf der Rückseite zeigt die Zutatenliste die Zusammensetzung 50 % Apfelsaft, 35 % Orangensaft, 12 % Ananassaft, 2 % Mangomark und 1 % Maracujasaft. Zusätzlich fällt eine zweite Zutatenliste auf, die die Fruchtzusammensetzung in Stück aufführt. Außerdem erläutert eine Etikettseite den Nachhaltigkeitsanspruch des Unternehmens, allerdings nur in Englisch.

Das ist geregelt:

Nach der Lebensmittelinformationsverordnung (LMIV) dürfen Informationen über Lebensmittel nicht irreführend sein, insbesondere auch in Bezug auf die Eigenschaften und die Zusammensetzung des Lebensmittels. Diese Regelung gilt auch für Werbung und die Aufmachung und Darbietung des Lebensmittels.

So sieht’s die Verbraucherzentrale:

Unseres Erachtens ist es naheliegend aufgrund der Aufmachung der Vorderseite des Tetrapacks eine andere Zusammensetzung des Saftes zu erwarten Der Täuschungsvorwurf ist daher aus unserer Sicht berechtigt. Der Anbieter sollte die Bezeichnung „Tropensaft“ überdenken, da 50 % Saft von Früchten aus gemäßigtem Klima stammt. Die Abbildungen sollten alle Früchte in den tatsächlichen Mengenverhältnissen widerspiegeln.

Fazit:

Die Kennzeichnung und Aufmachung sollte die Zusammensetzung des Produktes klar widerspiegeln, sowohl durch eine Änderung der Abbildung als auch durch die konkrete Nennung der enthaltenen Saftmengen auf der Schauseite.
Ein auf dem deutschen Markt angebotenes Lebensmittel sollte nicht nur die Pflichtkennzeichnungen sondern auch andere für Verbraucher interessante Angaben in deutscher Sprache angeben.

Stellungnahme der Innocent Apls GmbH, Salzburg

Kurzfassung:

Bei der Namensgebung unserer Saftsorten beziehen wir uns auf jenes Obst, das beim Trinken geschmacklich dominiert. Im aktuellen Fall sind dies eben Ananas, Mango und Maracuja. Würden wir den Saft nach den mengenmäßig am meisten enthaltenen Früchten benennen (z. B. „Apfel & Orange“) würden wir den Verbraucher irreführen, weil dieser Saft nicht nach Äpfeln und Orangen schmeckt.

Stellungnahme Downloads 
Stand 
27. Juni 2017