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Wagner Original Balance Laktosefrei, Beispiel Sorte Grillgemüse

 

Widerspruch: 100 % Dinkel und 100 % Dinkelboden beworben, aber mit Haferfasern und Weizenmehl

Verbraucherbeschwerde 

Wagner schreibt auf seinen Pizzen der Balance-Reihe von 100% Dinkel und 100 % Dinkelboden, verwendet jedoch bei der Produktion Weizenmehl.
Herr S. aus Hamburg vom 13.07.2016

Einschätzung der Verbraucherzentrale 

Zusammenfassung:

Bewirbt der Anbieter ein Lebensmittel mit „100 % Dinkel“, können Verbraucher nachvollziehbar davon ausgehen, dass keine anderen Getreidearten in dem Lebensmittel vorkommen. Trifft das laut Zutatenliste tatsächlich nicht zu, sollte der Anbieter die Werbung unterlassen.

Darum geht´s:

Auf der Vorderseite des Pizzakartons bewirbt die Nestlé AG die Pizzen der Reihe „Balance Laktosefrei“ unter anderem mit „100 % Dinkelboden“ und auf der Rückseite mit „100 % Dinkel“. Laut Zutatenliste stecken in den Pizzen außer Dinkelmehl jedoch auch Haferfasern und Weizenmehl, so dass sich der Verbraucher durch die Werbung getäuscht sieht.

Das ist geregelt:

Nach der Lebensmittelinformationsverordnung dürfen Informationen über Lebensmittel nicht irreführend sein, insbesondere in Bezug auf die Eigenschaften des Lebensmittels. Unter Eigenschaften wird unter anderem auch die Zusammensetzung eines Lebensmittels verstanden. Solche Irreführungen sind auch in der Werbung, Aufmachung und Darbietung des Lebensmittels unzulässig.

So sieht´s die Verbraucherzentrale:

Verbraucher, die der aktiven Bewerbung eines Lebensmittels mit „100 % Dinkel“ Glauben schenken, werden auf eine Rückversicherung durch Blick in die Zutatenliste verzichten. Auch wenn die Mengen anderer Getreidearten nur gering sind, sollte die Werbung mit „100 % Dinkel“ unserer Ansicht nach zutreffen und weitere Getreidearten als Zutaten ausschließen.

Fazit:

Die Werbehinweise „100 % Dinkelboden“ und „100 % Dinkel“ sollte Nestlé von den Verpackungen entfernen.

Stellungnahme der Nestlé Deutschland AG, Frankfurt am Main

Kurzfassung:

Wagner Steinofen Pizza Balance verwendet im Teigboden neben Dinkelmehl 1,9 % Haferfasern. Diese werden zur Erhöhung des Ballaststoffgehaltes zugesetzt. Weizenmehl als Streumehl (0,09 % im Endprodukt) verhindert das Anhaften des Teiges während des Backens. Wagner nimmt die Rückmeldung des Verbrauchers ernst und prüft, wo Verbesserungen sinnvoll sind.

Stand 
5. Dezember 2016