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Fünf Jahre Lebensmittelklarheit.de – Aktuelle Zahlen

Stand 13.07.2016

© Sergey Nivens - Fotolia.de

Knapp 800 Produkte wurden seit Start des Portals in den Rubriken „Getäuscht?“, „Geändert“ und „Erlaubt!“ veröffentlicht.

Insgesamt waren etwa 40 Prozent aller eingehenden Produktbeschwerden aus Sicht der Verbraucherzentrale berechtigte Produktbeschwerden mit Täuschungspotenzial. Seit Beginn der Meldungen stehen dabei Beschwerden zu Zutaten, die nicht in der angepriesenen Menge im Produkt stecken, an erster Stelle.

Von den nicht fürs Portal geeigneten Meldungen waren knapp 20 Prozent wegen Diskrepanz zwischen Packungsgröße und Inhalt Fälle fürs Eichamt. Bei anderen Beschwerden ging es um Hygienemängel oder Kritik an Optik und Geschmack. Hier sind die Lebensmittelüberwachung oder die Anbieter die richtige Anlaufstelle. Für das Portal ungeeignet waren außerdem Fälle, bei denen beispielsweise kein ausreichendes Täuschungspotenzial vorlag, keine Lebensmittel betrafen oder trotz mehrerer Versuche nicht zu beziehen waren.

Immer noch erreichen etwa 50 Produktmeldungen pro Monat die Lebensmittelklarheit-Redaktion in der Verbraucherzentrale Hessen.

Geändert!

Das Portal wirkt: Etwa 30 Prozent der gemeldeten Produkte, die auch aus Sicht der Verbraucherzentrale Täuschungspotenzial aufwiesen, wurden von den Anbietern geändert und sind inzwischen verbraucherfreundlicher gestaltet. Allerdings bedeutet die Veränderung nicht immer eine optimale Kennzeichnung. Die Verbraucherzentrale aktualisiert und bewertet die Produktveränderungen.

Expertenforum

Gut 5000 Forenanfragen wurden seit Portaleröffnung an die Redaktion gerichtet. Davon stehen zurzeit mehr als 650 Fragen und Antworten zu Aufmachung und Kennzeichnung von Lebensmitteln im Expertenforum online. Etwa ein Drittel der eingehenden Anfragen wird veröffentlicht, ein weiteres Drittel beantwortete die Redaktion mit Hinweis auf die entsprechenden Beiträge im Forum. Verbraucher, deren Anfragen oder Beschwerden nicht im Rahmen von lebensmittelklarheit.de erörtert werden können, wurden an die zuständigen staatlichen Stellen (Lebensmittelüberwachung, Eichämter) oder an die Hersteller verwiesen. Fragen zu Lebensmitteln und Ernährung, die nicht das Thema Aufmachung und Kennzeichnung von Lebensmitteln betrafen, leitete die Redaktion an die jeweils zuständige Verbraucherzentrale weiter.

Umfragen

An den insgesamt 26 Umfragen, zum Beispiel zur Kennzeichnung von Alkohol oder zu den Verbrauchererwartungen bei Milch mit einem Foto grasender Kühe. Pro Umfrage beteiligten sich rund 1000 Verbraucher.

Fragen zum Portal

Darüber hinaus beantwortete die Redaktion rund 1200 Anfragen zum Projekt allgemein, den Aktivitäten der Verbraucherzentrale, zu Technik und gewünschten Features auf Lebensmittelklarheit.