Skip to content Skip to navigation

Schriftgröße

-A +A

Umfrageergebnis: Fettgehalt in Milchprodukten – unterschiedliche Angaben können verwirren

Auf Milchprodukten sind unterschiedliche Hinweise zum Fettgehalt zu finden.

Wahlweise darf auf Käse – dazu gehören auch Quark und Frischkäse – die Fettgehaltsstufe oder der Fettgehalt in der Trockenmasse, (F. i. Tr.) stehen. Zusätzlich geben viele Hersteller den tatsächlichen Fettgehalt als „Fettgehalt absolut“ an, denn diese Werte sind deutlich niedriger.

Auf Milch, Sahne und Sauermilchprodukten wie Joghurt steht dagegen grundsätzlich der absolute Fettgehalt.

Mit unserer Umfrage wollten wir feststellen, ob die unterschiedlichen Angaben zum Fettgehalt für Verbraucherinnen und Verbraucher verständlich sind.

Dafür sollten diese bei drei beispielhaften Kennzeichnungen schätzen, welches der Milchprodukte den niedrigsten Fettgehalt pro 100 Gramm hat.

Zur Auswahl standen

  • Sahnejoghurt,
  • Quark, 20 % Fett i.Tr. und
  • Camembert, Halbfettstufe.

Hier die Ergebnisse im Einzelnen:

  • 61 Prozent der Umfrage-Teilnehmerinnen und -Teilnehmer (1522 Stimmen) wussten, dass „Quark, 20 % Fett i. Tr.“ den niedrigsten Fettgehalt hat.
  • 24 Prozent (599 Stimmen) stimmten für den Sahnejoghurt als fettärmstes Produkt.
  • 15 Prozent ( 374 Stimmen) vermuteten, dass Camembert der Halbfettstufe im Fettgehalt am niedrigsten liegt.

Die Beispiel-Milchprodukte haben den folgenden tatsächlichen Fettgehalt:

Milchprodukt

Fettgehalt absolut

Sahnejoghurt

ca. 10 %

Quark, 20 % Fett i.Tr.

ca. 5 %

Camembert, Halbfettstufe

ca. 11 %

Die Ergebnisse zeigen, dass die meisten Teilnehmerinnen und Teilnehmer an der Umfrage den Fettgehalt richtig einschätzen konnten. Immerhin knapp 40 Prozent hatten aber Schwierigkeiten mit den unterschiedlichen Kennzeichnungen.

Nach Ansicht von Lebensmittelklarheit.de sollten die Angaben zum Fettgehalt einheitlich sein, damit Milchprodukte besser untereinander vergleichbar sind.

An der nicht repräsentativen Umfrage auf Lebensmittelklarheit.de nahmen 2495 Personen teil. Die Abstimmung lief vom 13.07.2016 bis zum 19.08.2016.

 

Weitere Informationen 
Letzte Änderung 
Freitag, August 19, 2016

Kommentare

Ich teile dies Ansicht leider überhaupt nicht. Bei Käseprodukten findet bei den meisten Sorten eine Reifung statt, bei der Wasser verdunstet und sich der (absolute) Fettgehalt damit verändert. Wie könnte dieser dann auf der Ware glaubhaft angegeben werden? Zumal er sich bei unverpackter Ware auch noch täglich verändert. Der Fettgehalt ist als Angabe i.Tr. absolut sinnvoll. Für (Sauer-) Milchprodukte gilt das natürlich nicht und wäre daher auch ziemlicher Blödsinn. Dass heute kaum noch einer die Fettgehaltstufen kennt, ist vielleicht ein Problem, welches aber durch die Redaktion von "Lebensmittelklarheit" einfach gelöst werden könnte, in dem man darüber informiert, statt einfach nur zu lamentieren, wie kompliziert alles ist.

Zumindest bei abgepacktem Käse ist F. i. Tr. völliger Blödsinn, weil da nichts mehr verdunstet. Aber auch bei Thekenkäse finde ich diese Angabe unschön und fände tatsächliche Fettgehaltsangaben besser. Selbst wenn tatsächliche Fettgehaltsangaben nicht auf's Gramm passen sollten, sind sie für mich ein besserer Orientierungswert als F. i. Tr.. Für mich als Verbraucher ist schlecht abschätzbar, ob ein Camembert mit 60 % F. i. Tr. oder der Parmesan mit 30 % F. i. Tr das fetthaltigere Produkt ist, schließlich geht nirgendwo hervor, wieviel Wasser ein Produkt enthält.